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Würmtaler Nachrichten

SPD-Gewerkschaftsrat berät über Reformprojekte

Vor dem Hintergrund heftiger Auseinandersetzungen kommen Spitzenvertreter der SPD und der Gewerkschaften am Montagabend in Berlin zum Meinungsaustausch zusammen. Bei dem Treffen des SPD-Gewerkschaftsrates dürften die Sozial- und Arbeitsmarktreformen der rot-grünen Bundesregierung und die jüngsten Differenzen zwischen SPD und Arbeitnehmervertretungen im Vordergrund stehen. Im Anschluss wollen sich SPD-Chef Franz Müntefering und der DGB-Vorsitzende Michael Sommer vor der Presse äußern.

Im Vorfeld des Treffens appelliert der SPD-Arbeitnehmerflügel an die Parteiführung, auf die Gewerkschaften zuzugehen. Die SPD solle die Sorgen der Gewerkschaften ernstnehmen und ihnen in der Reformdiskussion entgegenkommen, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA), Ottmar Schreiner, der «Bild»-Zeitung. Die SPD solle nicht vergessen, dass die Gewerkschaften in erster Linie die Interessen ihrer Mitglieder vertreten.

Auch Jungsozialisten und junge Gewerkschaftsmitglieder sorgen sich um das gestörte Verhältnis zwischen SPD und Gewerkschaften. In einem Positionspapier fordern sie, das Eis zu brechen, wie die Netzeitung unter Berufung auf das Schreiben berichtet. In der «Berliner Erklärung der jungen Generation zum SPD-Gewerkschaftsrat am 5. Juli» heiße es, der Konflikt habe sich «dramatisch zugespitzt». Das traditionelle Band der Arbeiterbewegung drohe zu zerbrechen.

Derweil bemüht sich die SPD-Führung um eine Mäßigung der hitzig geführten Diskussion. SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter betonte, das Wichtigste sei jetzt, «den Gesprächsfaden aufrecht zu erhalten». In jüngster Zeit sei zu viel öffentlich übereinander gesprochen worden, am Montag werde manhinter verschlossenen Türen miteinander reden.

Dem SPD-Gewerkschaftsrat gehören das derzeit 13-köpfige SPD-Präsidium sowie die Vorsitzenden des DGB und seiner Einzelgewerkschaften an, sofern sie Parteimitglied sind.

   

  
       

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