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Würmtaler Nachrichten

   
Das Euro-ABC

Hamburg (dpa) - Das Euro-ABC - Von A wie Aktie über R wie Rente bis Z wie Zinsen:

A: AKTIEN: Seit dem ersten Handelstag des Euros am 4. Januar 1999 werden die Kurse der Aktien an allen deutschen Börsen nur noch in Euro notiert. Am Wert der Papiere ändert sich durch die Umrechnung nichts. Kauf und Verkauf können bis 2002 weiter in D-Mark abgewickelt werden. Die Umrechnung erledigt die Bank nach dem festen Kurs und festen Rundungsregeln. Auf den Deutschen Aktienindex Dax hat die Währungsunion keinen Einfluß, denn er wird in Punkten errechnet und nicht in Mark.

AUTOMATEN: In Deutschland gibt es Millionen Automaten für Zigaretten, Glückspiele, Bargeld, Kondome, Fahrscheine, Parkscheine oder für Kaugummi. Alle müssen bis zum Jahr 2002 mit Millionenkosten auf die neuen Münzen und Scheine umgestellt werden. Es ist damit zu rechnen, daß Automaten für Zahl- oder Kreditkarten viele Münzautomaten ersetzen werden.

B: BARGELD: D-Mark und Pfennig müssen vorerst nicht umgetauscht werden. Sie bleiben bis zum 1. Januar 2002 das alleinige Bargeld in Deutschland. Spätestens am 30. Juni 2002 wird das alte Geld ungültig. Besonders der Einzelhandel dringt darauf, die parallele Verwendung von Euro und DM zu vermeiden. Auch Wirtschaftsminister Werner Müller ist für eine Umstellung in einem Rutsch. Das neue Geld wird sieben Scheine im Wert von fünf bis 500 Euro sowie acht Münzen in der Stückelung von einem Cent bis zwei Euro umfassen.

BAUSPAREN: Bestehende Bausparverträge gelten unverändert weiter. Beiträge, Guthaben und Bausparsummen werden wertgleich auf Euro umgestellt. Neue Verträge können ab 1999 in Euro abgeschlossen werden. Wegen der Laufzeiten über das Jahr 2002 hinaus, dürfte dies üblich werden. Beiträge können in D-Mark geleistet werden. Sie werden dann wertgleich in Euro umgerechnet.

C: CHANCEN UND RISIKEN: Durch die Währungsunion entstand einer der größten Währungsräume der Welt. In dieser Wirtschaftsregion fallen Wechselkursrisiken ebenso weg wie der teure Umtausch von Devisen, der sich für Firmen und Reisende auf viele Milliarden DM im Jahr summiert. Firmen können besser planen, es entsteht ein größerer Markt, der Euro dürfte gegen Währungsturbulenzen eher gefeit sein, als eine einzelne Währung. Doch niemand kann vorhersagen, ob der Euro so stabil bleiben wird wie die D-Mark war. Schwächere Länder können Wettbewerbsnachteile bald nicht mehr mit Abwertungen wettmachen. Davon könnte Deutschland als Hartwährungsland profitieren. Es könnten aber Ausgleichsforderungen schwächerer Länder oder politische Spannungen drohen.

D: DM-EURO-KURS: Der Umrechnungskurs der D-Mark zum Euro wurde am 31. Dezember festgelegt. Maßgeblich ist dafür war der Kurs der europäischen Recheneinheit ECU.

E: EUROLAND: Das Kunstgebilde umfaßt die elf Staaten Finnland, Irland, Deutschland, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien und Österreich. Euroland reicht von Utsjoki im Norden Finnland bis zur italienischen Insel Lampedusa vor Libyen. Aber auch französische Überseegebiete wie Guadeloupe gehören dazu. Gut 290 Millionen Menschen leben auf 2,3 Millionen Quadratkilometern Euroland. Sie sprechen 17 Amtssprachen. Nach der Wirtschaftskraft liegt Euroland mit den USA an der Weltspitze vor Japan.

EUROPÄISCHE ZENTRALBANK: Sie übernimmt 1999 die Geldpolitik in den elf Euro-Ländern. Die EZB hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Ihr erster Präsident ist der Niederländer Wim Duisenberg. Das wichtigste Gremium ist der Zentralbankrat, der unter anderem über die Leitzinsen bestimmt. Die laufenden Geschäfte führt das sechsköpfige Direktorium, zu dem als Chefvolkswirt d~er frühere Bundesbänker Otmar Issing gehört. Die EZB ist laut Maastricht-Vertrag von der Politik unabhängig. Ihre obere Aufgabe ist die Sicherung der Preisstabilität.

F: FAHRPLAN: Am 1. Januar 1999 beginnt die Währungsunion mit der endgültigen Festlegung der Wechselkurse der Teilnehmerwährungen untereinander und zum Euro. Die Europäische Zentralbank übernimmt die Geldpolitik. Bis 2002 kann der Euro im bargeldlosen Zahlungsverkehr eingesetzt werden. Bargeld bleiben vorerst die nationalen Währungen. Am 1. Januar 2002 wird der Euro als Bargeld ausgegeben. Spätestens am 1. Juli 2002 werden dann Euro und Cent das alleinige Bargeld. D-Mark und Pfennig werden erst dann ungültig.

G: Gehalt: Die Währungsumstellung beeinflußt Löhne und Gehälter nicht. Die Einkommen werden genau wie Ausgaben etwa für Miete, Steuern oder Versicherungen wertgleich umgerechnet. Arbeits- und Tarifverträge dürfen wegen der Währungsunion weder gekündigt noch geändert werden. Wer möchte und wessen Arbeitgeber darauf eingerichtet ist, der kann sich sein Geld bereits 1999 in Euro überweisen lassen. Ab 2002 gibt es das Gehalt dann für alle in Euro. Der absolute Betrag wird dann aufgrund des Umrechnungskurses zwar geringer sein, die Kaufkraft aber bleibt gleich.

H: HYPOTHEKEN: Hypotheken können von 1999 an in DM oder Euro eingetragen werden. Neue Hypotheken sollten möglichst in Euro eingetragen werden, weil dies die spätere Umrechnung erspart. Für Hypothekendarlehen gilt wie für alle Kredite, daß 2002 zwar absolute Beträge umgerechnet, der Wert von Tilgung und Restschulden aber ebenso unverändert bleibt wie der Zinssatz.

I: IMMOBILIEN: Die Entscheidung für oder gegen eine Immobilie sollte nicht vom Euro abhängig gemacht werden. Gute Gründe für den Kauf bleiben auch in der Währungsunion gute Gründe, der Start des Euro allein ist aber kaum ein guter Grund. Vorsicht ist bei hochglänzenden Projekten geboten, die auf die Angst vor dem Euro setzen.

J: Jetons: Spielbanken stehen im Jahr 2002 vor einem Problem. Jetons zeigen nur Beträge, nennen aber keine Währung. Spieler könnten in DM gewonnene oder gekaufte Jetons nach dem Währungsumstellung in Euro tauschen wollen. Dies wäre bei einem Kurs von 1,96 je Euro lukrativ. Die Spielbanken werden daher wohl neue Jetons anschaffen müssen.

K: KONTOFÜHRUNG: Sie ist von 1999 in DM und in Euro möglich. Die Banken nehmen auch Überweisungen unter beiden Namen ab. Sie rechnen alle Beträge gebührenfrei und bis auf fünf Stellen hinter dem Komma genau um.

KOSTEN: Es müssen neue Banknoten gedruckt und Münzen geprägt werden. Computer brauchen neue Programme. Automaten müssen umgerüstet werden. Der Einzelhandel muß Preise doppelt auszeichnen. Broschüren müssen gedruckt, Berater eingesetzt werden. Insgesamt wird die Umstellung allein in Deutschland einen zweistelligen Milliardenbetrag kosten.

KREDITKARTEN: Kreditkarten dürften im Euroland weiter an Verbreitung gewinnen. Für den Einsatz im Euro-Ausland wollen die Kreditkarten- Unternehmen aber weiter eine Extragebühr verlangen, auch wenn dort bald einheitlich der Euro verwendet wird. Sie begründen dies damit, daß die Gebühr höhere Kosten abdecke und nicht die Währungsumrechnung.

L: LEBENSVERSICHERUNG: Bestehende Verträge werden nicht berührt. Prämien und Leistungen werden wertgleich in Euro umgerechnet. Neuverträge können ab 1999 oft in Euro oder DM geschlossen werden. Für eine vorzeitige Kündigung gibt der Euro keinen Anlaß. Langfristig könnten Kunden von dem größeren internationalen Angebot profitieren. Bei Verträgen mit Versicherern im Ausland sollten Kunden aber die Geschäftsbedingungen und Absicherungen genau studieren.

LOHNPOLITIK: Für Gewerkschaften und Arbeitgeber ändern sich die Bedingungen. Im Euroland werden die Unterschiede im Lohnniveau deutlicher. Unterschiede in der Produktivität können nicht mehr über die Abwertung der Landeswährung ausgeglichen werden. Länder mit einer hohen Produktivität wie Deutschland könnten davon profitieren. Möglich ist aber auch ein schärferer Wettbewerb über niedrige Löhne.

M: MAASTRICHT-VERTRAG: Am 7. Februar 1992 beschlossen die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder im niederländischen Maastricht die Schaffung der Währungsunion bis 1999. Kernpunkte des Vertrages sind fünf Kriterien für die wirtschaftliche Annäherung (Konvergenz): Sie gelten dem öffentlichen Defizit und Schuldenstand, der Inflation, dem Zinsniveau und der Stabilität der Wechselkurse. Besonders die Defizitgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes sorgte für Diskussionen. Deutschland blieb im maßgeblichen Jahr 1997 mit einem Defizit von 2,7 Prozent im Maastricht-Rahmen.

MIETE: Es gilt die Vertragskontinuität. Kein Vermieter oder Mieter darf den Mietvertrag wegen der Währungsunion kündigen oder ändern. Die Miete wird zum festgelegten Umtauschkurs bis auf fünf Stellen hinter dem Komma genau in Euro umgerechnet.

N: Name: Der Name Euro wurde im Dezember 1995 beim EU-Gipfel in Madrid festgelegt. Für `Euro" sprach, daß das Wort in allen Ländern - wenn auch unterschiedlich - ausgesprochen werden kann. Außerdem heißt keine der beteiligten Währungen Euro, so daß sich die Bürger in allen Ländern umgewöhnen müssen und sich niemand benachteiligt fühlen kann.

O: `Outs" und `Ins": Diese Begriffe beschreiben die elf Teilnehmer der Währungsunion (`Ins") und die vier Länder der EU, die vorerst nicht teilnehmen. Diese `Outs" sind Großbritannien, Dänemark und Schweden, aus freien Stücken sowie Griechenland, das die Maastricht-Kriterien nicht erfüllt hat. Offen ist, ob und wann diese vier Länder zur Währungsunion stoßen. Als ein Termin dafür wird die Einführung des neuen Bargeldes im Jahr 2002 genannt.

P: PREISE: Preise werden durch die Währungsunion direkt nicht beeinflußt. Im Prinzip werden auch sie wertgleich umgerechnet. Doch dabei entstehen meistens krumme Preise. Vor allem Signalpreise etwa von 2,98 DM oder 79,90 DM gehen dadurch verloren. Händler werden neue Signalpreise finden und runden müssen. Dies birgt die Gefahr von Preiserhöhungen. Andererseit erhöht der Euro die Vergleichbarkeit der Preise in Europa und verschärft damit den Wettbewerb. Insgesamt dürfte sich eine neue Mischkalkulation ergeben, bei der einige Artikel teurer, andere billiger werden.

Bis zum Jahr 2002 werden mehr und mehr Geschäfte den Preis in Euro neben dem D-Mark-Preis zur Information angeben. Offen ist, wie sich das Preisniveau insgesamt im neuen Euroland entwickelt. Es gibt bisher aber keine Hinweise auf Inflationstendenzen.

Q: QUOTENAKTIEN: Aktiengesellschaften müssen ihr Grundkapital in Euro umrechnen. Für Aktien mit einem Nennwert von fünf oder 50 DM würde die Umrechnung krumme Nennwerte ergeben. Um komplizierte Operationen zu vermeiden, stellen viele Unternehmen auf Quotenaktien um. Statt auf einen runden Nennwert lauten sie auf einen Anteil (Quote) des Grundkapitals. Für die Aktionäre ändert sich dadurch nichts.

R: RENTE: Für die rund 20 Millionen Rentner und künftige Ruheständler ändert sich zunächst nichts. Bis Ende 2001 werden Renten in D-Mark überwiesen und Beiträge in D-Mark berechnet. Vom 1. Juli an werden die Rentenversicherungsträger auf allen Bescheiden und Auskünften zur Gewöhnung zusätzlich Euro-Beträge nennen. Für Renter, die ihr Konto bereits in Euro führen, übernimmt die Bank die Umrechnung. Von 2002 an werden dann alle Beiträge und Zahlungen in Euro abgerechnet. Am Wert der Rentenansprüche ändert sich nichts.

RUNDUNGSREGELN: Bei der Umrechnung in Euro werden der exakte Kurs und die Regeln für die Rundung festgelegt. Dies ist bei großen Beträgen wichtig. Bei der Umrechnung muß immer mit sechs Ziffern gearbeitet werden. Für Deutschland bedeutet dies bei einem Euro-Kurs von knapp 1,96 DM eine Stelle vor und fünf Stellen hinter dem Komma. Dieser Faktor darf nicht gerundet werden. Erst das Ergebnis darf nach den kaufmännischen Regeln gerundet werden: Die zweite Stelle hinter dem Komma wird abgerundet, wenn die dritte Stelle eins bis vier ist. Sie wird aufgerundet, wenn die dritte Ziffer fünf bis neun ist. Beispiel: Aus einer Miete von 1 000 DM wird bei einem Umrechnungskurs von 1,95854 ein Betrag von 510,584.. Euro. Dieser Betrag wird auf eine Miete von 510,58 Euro abgerundet.

S: STABILITÄTSPAKT: Er soll sicherstellen, daß der Euro auch auf Dauer stark bleibt. Im Maastricht-Vertrag war nur festgelegt worden, welche Grenzwerte zum Beispiel beim Etatdefizit für die Teilnahme an der Währungsunion galten. Der Stabilitätspakt verpflichtet die Länder, sich auch nach dem Start der Währungsunion daran zu halten. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen.

STEUERERKLÄRUNG: In Deutschland müssen Steuererklärungen bis für das Jahr 2001 in DM abgegeben werden. Die anderen Euro-Länder wollen schon für 1999 Steuererklärungen in Euro ermöglichen. Dies ist vor allem für Unternehmen von Bedeutung, die ihr Rechnungswesen auf Euro umstellen.

T: TOURISTEN: Bis zum Jahr 2002 müssen Reisende auch in den Euro-Ländern noch in der dortigen Landeswährung zahlen. Sie müssen also weiter Bargeld tauschen und dafür Gebühren bezahlen, die erst 2002 entfallen. Nach Rechnung der World Tourism Organisation dürfte sich eine durchschnittliche Auslandsreise bei voller Einführung des Euro um rund 50 DM verbilligen. Die großen Reiseveranstalter wollen die Reisepreise in den Katalogen vom Jahr 2000 an auch in Euro angeben.

U: ÜBERWEISUNG: Da der Euro bei bargeldlosen Geschäften bereits ab 1999 genutzt werden kann, können Überweisungen in DM oder Euro vorgenommen werden. Auf neuen Vordrucken muß neben dem Betrag auch die Währung angegeben werden. Für Mark steht DM, für Euro EUR. Die Angabe der Währung ist wichtig, um Mißverständnisse zu vermeiden. Schließlich ist die gleiche Summe in Euro fast doppelt so viel Wert wie in DM.

UMTAUSCH: Der Umtausch von DM in Euro im Jahr 2002 ist gebührenfrei. Auch nachdem Mark und Pfennig spätestens Mitte 2002 ungültig werden kann Bargeld weiter bei den Banken in Euro getauscht werden. Dafür können sie aber Gebühren verlangen.

V: VERTRÄGE: Es gilt Vertragskontinuität. Das heißt, bestehende Verträge werden durch die Währungsunion nicht berührt. Alle Beträge werden lediglich in Euro umgerechnet. Die Währungsunion berechtigt weder dazu, Verträge zu kündigen noch sie zu ändern, etwa Arbeitsverträge, Miet- oder Versic~herungsverträge. Ausnahme sind Verträge, die sich auf Zinssätze beziehen, die es künftig nicht mehr gibt, etwa auf den Diskontsatz der Bundesbank.

W: WÄHRUNGSREFORM: Zweimal machten Deutsche die schmerzhafte Erfahrung einer Währungsreform: 1923 nach der großen Inflation und 1948 nach dem Zweiten Weltkrieg. Beide Male wurde die alte, zerrüttete Währung durch neues Geld ersetzt. Ersparnisse gingen verloren, Millionen Menschen mußten von vorn anfangen. Die Währungsunion ist keine Währungsreform. Für den Euro werden die gesunde D-Mark mit anderen als gesund erachteten Währungen zusammengefaßt. Der Name des Geldes ändert sich, sein Wert aber bleibt der gleiche.

X: X - DIE OFFENE FRAGE: Es läßt sich sagen, daß die Währungsunion gut vorbereitet wurde. Wie sie sich aber auswirkt, kann niemand sagen. Funktioniert die Umstellung der Aktienkurse am 4. Januar reibungslos? Gelingt den Unternehmen die Umstellung des Rechnungswesens? Welche Tücken tauchen in Computern und EDV-Systemen auf? Noch wichtiger ist, ob der Euro langfristig eine gute Währung wird. Entscheidend dafür wird sein, ob die Bürger und die Finanzmärkte Vertrauen in die neue Währung gewinnen.

Y: YESTERDAY - DIE GESCHICHTE: Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand die Idee einer engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit in Europa, an deren Ende die Währungsunion stehen sollte. Ein Plan des Luxemburgers Pierre Werner verlief in den siebziger Jahren im Sande. Frankreichs Präsident Giscard d'Estaing und Bundeskanzler Helmut Schmidt erfanden Ende der 70er das Europäische Währungssystem mit Schwankungsbreiten und der Recheneinheit ECU. Ende der 80er Jahre legte der Präsident der EU-Kommission, Jacques Delors, den Plan für die Währungsunion vor, der schließlich zum Maastricht-Vertrag und ans Ziel führte.

Z: ZINSEN: Es sind zwei Dinge zu beachten: In bestehenden Verträgen bleiben die Zinssätze für Anleihen, Schatzbriefe, Bauspardarlehen oder sonstige Kredite unverändert. Eine andere Frage ist, wie sich das Zinsniveau entwickelt. Dies hängt wesentlich davon ab, wie stabil der Euro wird und welches Vertrauen er gewinnt. Die Zinssätze in den Euro-Ländern haben sich bereits auf niedrigem Niveau angeglichen, was für den Euro spricht. Die Europäische Zentralbank dürfte anfangs zu einer strengen Zinspolitik neigen, um zu beweisen, daß sie für einen starken Euro eintritt.

          

  

  

       

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