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Würmtaler Nachrichten

CDU gegen Adoptionsrecht für Schwule und Lesben

Die CDU lehnt Pläne der rot-grünen Bundesregierung ab, homosexuellen Paaren die Adoption von Kindern zu ermöglichen. Bei einem solchen Vorhaben stünde allein der Wunsch von Erwachsenen nach Kindern im Vordergrund, sagte der rechtspolitische Sprecher der CDU, Norbert Röttgen, am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». Das Recht von Kindern, mit unterschiedlichen Geschlechtern aufzuwachsen, werde dagegen ignoriert.

Schwule und Lesben sollen nach den Vorstellungen von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) künftig das leibliche Kind ihres Partners adoptieren können. Zudem sollen eingetragene Lebenspartnerschaften im Unterhaltsrecht und in der Hinterbliebenenversorgung der Ehe angeglichen werden.

Röttgen warf Rot-Grün vor, mit der Gesetzesinitiative ein «Klientel-Projekt» zu betreiben. Sollte die Bundesregierung das Gesetz durchsetzen, kündigte der CDU-Politiker Verfassungsbeschwerde an. Bisher habe das Bundesverfassungsgericht zwar gleichgeschlechtliche Partnerschaften als rechtens erklärt. Über die Möglichkeit der Adoption von Kindern hätten die Richter aber noch nicht entschieden.

Zugleich sprach sich Röttger dafür aus, eingetragene Partnerschaften Homosexueller der Ehe steuerlich gleich zu stellen. Wenn zwei Menschen füreinander einstünden, dürfe sich das nicht allein in der sozialen Verantwortung niederschlagen. Vielmehr müsse die Partnerschaft auch in steuerlicher Hinsicht anerkannt werden.

   

  
       

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