Vier mutmaßliche Brandstifter müssen sich ab dem heutigen Mittwoch vor dem Rostocker Landgericht verantworten. Die jungen Männer im Alter zwischen 15 und 24 Jahren sollen im vergangenen Sommer Brandsätze gegen das so genannte Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen sowie gegen einige asiatische Geschäfte geworfen haben. Verletzt wurde niemand, es entstand aber großer Sachschaden.
Der Vorfall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, da er an die Brandnächte vor zehn Jahren an derselben Stelle erinnerte. Damals war in dem Haus eine Asylbewerbereinrichtung untergebracht.
Drei der Beschuldigten wirft die Staatsanwaltschaft neben Brandstiftung auch versuchten Mord vor. Bis auf den 15-Jährigen sitzen die Beschuldigten noch in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind zunächst sieben Verhandlungstage eingeplant.