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Würmtaler Nachrichten

Sampo-Konzern aus Taiwan schluckt Grundig

Nach jahrelangem Ringen um Unabhängigkeit ist das wechselvolle Schicksal des Nürnberger Elektroherstellers Grundig AG besiegelt. Der taiwanesische Sampo-Konzern schluckt das hoch verschuldete Traditionsunternehmen, das wie kein anderes das Rundfunk- und Fernsehzeitalter nach dem Zweiten Weltkrieg prägte. Denn der ostasiatische Technologiekonzern will seine eigenen Produkte unter dem nach wie vor glanzvollen Markennamen und über das europaweite Vertriebsnetz der Nürnberger an den Konsumenten bringen.

Den Weg dorthin ebnete der Verkauf der letzten Fernseher-Produktionsstätte Grundigs in Wien kurz vor Weihnachten. Die Herstellung von TV-Geräten in Deutschland war bereits Ende 2001 aufgegeben und nach Österreich verlagert worden. Damals wurden über 800 Mitarbeiter entlassen. Aber die Restrukturierung, die mit harten Einschnitten auch auf das Betreiben der Banken und der Unternehmensberatung Roland Berger durchgeführt werden musste, zeigte nicht den gewünschten Erfolg. Die angepeilte Positionierung im Edelgeräte-Sektor scheiterten an Konjunkturschwäche und den Folgen des 11. September.

Angeblich hatte Sampo den Verkauf des österreichischen Werkes zur Voraussetzung für einen Einstieg bei dem hoch verschuldeten Unterhaltungselektronikhersteller gemacht. Eine EU-Ausfallbürgschaft über einen Kredit des Freistaates Bayern in Höhe von 45 Millionen Euro verschaffte Grundig die zum Schluss immer dünner werdende Luft zum Atmen. Bereits im September verlängerten die Gläubigerbanken die Kreditlinien für das Unternehmen und wendeten so eine Insolvenz ab. Doch der Betrieb stand schon mehrmals vor dem Aus.

Die Schwäche der Unterhaltungselektroniksparte und eine Reihe von Fehlentwicklungen im Konzern sorgten in den 90er Jahren für den Niedergang, der 1996 im schlechtesten Betriebsergebnis der Firmengeschichte gipfelte. 1997 wurde das Unternehmen aus dem holländischen Philips-Konzern herausgelöst und mit Hilfe der bayerischen Politik unter dem Dach eines bayerischen Konsortiums geführt. Doch die Sanierung des angeschlagenen Riesen wurde nur halbherzig betrieben, die Krise kam zurück.

Den legendären Rundfunkempfänger namens "Heinzelmann", den Firmengründer Max Grundig nach dem Zweiten Weltkrieg noch eigenhändig in einem Fürther Hinterhof zusammenschraubte, kennt im Zeitalter digitaler Unterhaltungselektronik kein Kind mehr. Eher noch die Fernsehgeräte, die Jahrzehnte lang zum Standard in deutschen Wohnzimmern gehörten. Doch seit der Markt mit billigen TV-Geräten aus den Tigerstaaten geradezu überschwemmt wird, seit Elektronik-Supermärkte den Fachhändlern den Rang abgelaufen haben, litt Grundig unter ständig schrumpfenden Gewinnmargen. www.grundig.de (folgt Zusammenfassung) ddp/tom/ume

   
   

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