Der Softwarekonzern SAP will drei Prozent seiner Belegschaft in den USA entlassen. Von den rund 3.552 Mitarbeitern bei SAP USA seien insgesamt 132 Mitarbeiter betroffen, erklärte ein SAP-Sprecher am Mittwoch und bestätigte damit einen Zeitungsbericht. Er betonte zugleich, dass 44 Stellen neu besetzt würden.
Die "Financial Times Deutschland" hatte von 174 Entlassungen berichtet. Betroffen seien Mitarbeiter aus Kundenbetreuung und Vertrieb. Die Entlassungen führte die Zeitung auf die ehrgeizigen Pläne des neuen US-Chefs Bill McDermont zurück, der seit drei Monaten im Amt ist. McDermont habe sich zum Ziel gesetzt, mittelfristig über 50 Prozent zum SAP-Gesamtumsatz beizutragen. Derzeit liege dieser Wert bei etwa einem Drittel.
Wie die Zeitung weiter berichtete, hat SAP im Sommer bereits 445 Mitarbeiter entlassen. Über den Jahreswechsel habe das Softwarehaus zudem rund 1.000 Mitarbeiter in den USA in einen Zwangsurlaub geschickt, um Kosten zu sparen.